Freitag, 20. April 2012


Wenn Menschen Desorientierung als Teil des Erkennungsprozesses erleben, ist die Schwelle der Verwirrung ein Schlüsselfaktor dafür, wie oft sie desorientiert werden. Je niedriger sie ist, desto leichter werden sie verwirrt und desto öfter werden sie desorientiert werden. Je höher sie ist, desto seltener werden sie verwirrt und desorientiert werden. 

       

Das ist der Grund dafür, warum jemand manchmal ziemlich gut lesen und schreiben kann und manchmal nicht. Seine Verwirrungsschwelle verändert sich.

Nachdem jemand seine eigenen Desorientierungen wahrzunehmen und zu bewältigen lernt und Verwirrung verursachende Symbole zu beherrschen anfängt, wird seine Verwirrungsschwelle auf natürliche Weise erhöht.


Außer der Verwirrung durch Wörter und Symbole gibt es noch andere Dinge, welche die Verwirrungsschwelle niedriger machen und die Fähigkeit einer Person zur Aufrechterhaltung der Orientierung beeinflussen. Es sind unter anderem:

- nicht genug Erholung
- nicht genug Nahrung oder unzureichende Ernährungsweise
- Krankheit, Schmerz oder Verletzung
- Arzneimittel oder Drogen
- schwer erkennbare oder zu kleine Schrift
- unterschiedliche Schriftarten und Schriftstile
- laute Geräusche
- bestimmte Laute
- gewisse Gerüche
- schlechte Beleuchtung (kann zu schwach oder zu stark sein)
- ein Übermaß an Bewegung (z.B. wirbelnde Ventilatoren,
  verlockende Dekorationen)
- eine Veränderung in der Räumlichkeitsordnung der unmittelbaren Umgebung
  (z.B. Möbelumstellungen)
- Umzüge
- Programmänderungen
- Zeitdruck (gehetzt werden)
- Strafandrohungen
- Unmut und Konflikt in der Familie
- Angst
- alles, was an eine unangenehme Erfahrung in der Vergangenheit erinnert   (z.B. Verlust von etwas)

Man sollte sich dieser Verwirrungsquellen bewusst sein und sie auflösen, wann immer das möglich ist.

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